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veröffentlicht
28.04.2026
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10 Minuten
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Webdesign
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AI Slop im Webdesign – warum KI-Tools Websites einfacher machen, aber oft austauschbar

Mit dem Launch von Tools wie Claude Design ist etwas passiert, das lange absehbar war. KI kann jetzt nicht mehr nur Texte schreiben, sondern auch Interfaces bauen, Layouts vorschlagen und ganze Websites generieren. Auf den ersten Blick wirkt das beeindruckend. Innerhalb weniger Minuten entstehen Designs, die sauber aussehen, modern wirken und technisch funktionieren. Und genau das ist das Problem. Denn was gerade entsteht, ist kein Fortschritt im klassischen Sinn, sondern die schnelle Vervielfältigung von Durchschnitt.

Wenn man sich aktuell viele KI-generierte Websites anschaut, fällt etwas auf.

Nicht sofort, aber nach dem dritten oder vierten Beispiel wird es ziemlich klar. Alles wirkt vertraut.
Die gleichen Elemente. Die gleichen Entscheidungen. Die gleichen visuellen Muster.

Typischerweise sieht das so aus:

  • weiche Farbverläufe
  • runde Ecken
  • drei Boxen nebeneinander
  • Illustrationen, die aussehen wie jede SaaS-Seite aus 2024
  • oft dieselbe Art von Lila oder Blau

Es ist nichts davon „schlecht“. Im Gegenteil: Es ist sauber, ordentlich und technisch völlig in Ordnung.
Aber es ist austauschbar.

KI arbeitet nicht mit Geschmack- sie arbeitet mit Wahrscheinlichkeit. Und Wahrscheinlichkeit führt selten zu etwas Eigenem. Sie führt zu dem, was am häufigsten funktioniert. Zu dem, was alle schon gesehen haben.

KI macht Designs nicht schlechter. Sie macht sie austauschbar.

Das bedeutet nicht, dass diese Tools schlecht sind. Im Gegenteil – sie sind extrem leistungsfähig. In den richtigen Händen sind sie ein enormer Hebel.

Ein Designer kann mit KI schneller Varianten entwickeln, Ideen testen und sich von repetitiven Aufgaben lösen. Dinge, die früher Zeit gekostet haben, passieren heute im Hintergrund. Das schafft Raum für bessere Entscheidungen.

Der Unterschied liegt genau hier:
Ein Designer nutzt KI, um Möglichkeiten zu erweitern.
Ein Nicht-Designer nutzt KI, um Entscheidungen zu ersetzen.

Und genau da kippt es.
Denn wenn niemand mehr bewusst entscheidet, wie etwas aussehen oder wirken soll, entstehen Websites, die zwar „funktionieren“, aber nichts mehr transportieren. Sie sehen professionell aus, aber sie sagen nichts. Das ist der Moment, in dem aus einem Werkzeug ein Problem wird.

Ein kurzer Reality-Check

Wenn du aktuell das Gefühl hast, dass viele Websites plötzlich „ganz gut“ aussehen, aber sich kaum noch unterscheiden – dann liegt das nicht an dir. Das ist genau das, was gerade passiert. Und genau deshalb reicht „gut aussehen“ nicht mehr.

Durchschnitt war noch nie eine Strategie. Und ist es auch mit KI nicht.

Der eigentliche Denkfehler ist relativ simpel.

Viele glauben: Wenn KI etwas professionell aussehen lässt, ist das Problem gelöst. Aber Design war noch nie das Problem. Das Problem war immer die Entscheidung dahinter. Was soll eine Website eigentlich kommunizieren? Was ist wichtig – und was nicht? Was unterscheidet dieses Unternehmen von allen anderen?

Wenn man es runterbricht, geht es immer um vier Ebenen:

  • Strategie beantwortet: Warum gibt es uns überhaupt?
  • Content beantwortet: Was sagen wir dazu?
  • Design beantwortet: Wie fühlt sich das an?
  • Distribution beantwortet: Wo findet das statt?

Diese vier Ebenen entscheiden darüber, ob ein Auftritt funktioniert – oder einfach nur existiert. Und genau hier liegt der Unterschied.

KI kann auf jeder dieser Ebenen unterstützen. Sie kann Vorschläge machen, Varianten erzeugen und Dinge beschleunigen.
Was sie nicht kann: diese Ebenen sinnvoll miteinander verbinden, denn das erfordert Kontext und Entscheidungen.

Welche Botschaft ist wichtiger als die andere? Was lässt man bewusst weg? Wo will man anecken – und wo bewusst nicht?

Das sind keine technischen Fragen, sondern strategische Entscheidungen. Und genau diese Entscheidungen sorgen dafür, ob etwas austauschbar ist – oder unverwechselbar.

TL;DR

Mit neuen KI-Tools wie Claude Design wird es immer einfacher, Websites zu erstellen, die sauber aussehen und technisch funktionieren. Das Problem: Viele dieser Designs basieren auf denselben Mustern und wirken dadurch austauschbar. KI arbeitet mit Wahrscheinlichkeiten – und erzeugt damit genau das.

In den Händen von Designern sind diese Tools ein starkes Werkzeug, das Prozesse vereinfacht und Raum für bessere Entscheidungen schafft. In den Händen von Nicht-Designern ersetzen sie jedoch oft genau diese Entscheidungen.

Eine gute Website entsteht nicht durch Tools, sondern durch Klarheit:
Warum es dich gibt. Was du sagst. Wie sich das anfühlt.
Und wo es sichtbar wird.

KI kann dabei helfen, aber sie trifft diese Entscheidungen nicht für dich.

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