Der Klassiker: Die Website als digitale Selbstdarstellung
Viele Unternehmen glauben, ihre Website müsse in erster Linie zeigen, was sie alles können.
Ergebnis: seitenweise Selbstlob, Leistungslisten und „Über uns“-Texte, die keiner liest.
Der Perspektivwechsel ist einfach, aber entscheidend:
Besucher kommen nicht, um zu erfahren, wer du bist, sondern ob du helfen kannst.
Die wichtigsten Erwartungen von B2B-Kunden:
- Klarheit: Was macht ihr genau – und für wen?
- Verständlichkeit: Kein Fachchinesisch, sondern Nutzen in Alltagssprache.
- Nachweisbare Kompetenz: Fallbeispiele, Ergebnisse, konkrete Zahlen.
- Vertrauen: Menschen, die das Unternehmen tragen – mit Gesichtern, Haltung und Werten.
Tipp: Ein Satz wie „Wir sind seit 20 Jahren erfolgreich am Markt“ sagt nichts.
Ein Satz wie „In 2024 haben wir 38 Unternehmen geholfen, ihre Conversion um 45 % zu steigern“ sagt alles.
Wie Kunden wirklich entscheiden
Im B2B geht es selten um Impulskäufe.
Kaufentscheidungen entstehen über Wochen, manchmal Monate – mit wachsendem Vertrauen.
Und genau da liegt der Fehler vieler Websites:
Sie sind nicht gebaut, um Vertrauen zu pflegen, sondern um einmal zu beeindrucken.
Drei Content-Formate, die Vertrauen systematisch aufbauen:
- Case Studies – aber richtig.
Keine Projektberichte im Stil „Kunde glücklich – wir auch“, sondern klare Ausgangslage, Vorgehen und messbares Ergebnis. - Erklärende Inhalte (z. B. Blog, Glossar, Video).
Sie zeigen Kompetenz, ohne zu verkaufen. - Mitarbeiter-Statements.
Menschen entscheiden für Menschen – gerade in komplexen B2B-Beziehungen.
Ziel ist nicht, laut zu sein, sondern relevant.
Ein Nutzer, der sich verstanden fühlt, liest weiter.
Einer, der nur Informationen bekommt, klickt weiter.
Der Content-Shift: Von „Wir zeigen“ zu „Wir helfen“
B2B-Content muss heute echten Mehrwert stiften – oder er wird ignoriert.
Suchmaschinen, KI-Tools und Nutzer filtern gnadenlos aus, was keinen konkreten Nutzen bringt.
Inhalte, die bleiben:
- Guides & How-tos: Praxis statt Phrasen.
- Vergleiche: Transparenz schafft Autorität.
- Meinungen: Haltung zieht an (und schreckt ab – was gut ist).
Wer als Marke relevant sein will, muss nicht perfekt, sondern präzise kommunizieren.
Zeig, dass du die Probleme deiner Zielgruppe besser beschreiben kannst als sie selbst –
dann glauben sie dir auch, dass du sie lösen kannst.
Fazit:
Der Maßstab für guten Website-Content ist nicht, wie schön er aussieht,
sondern wie sehr er verstanden wird.
Und das beginnt mit einem simplen Satz:
„Wen wollen wir erreichen – und was will dieser Mensch wirklich wissen?“
TL;DR
Die meisten B2B-Websites wirken wie digitale Imagebroschüren – voll mit Leistungslisten, Buzzwords und Selbstbeschreibungen, die niemand wirklich liest.
Die dahinterliegende Logik: „Je mehr Infos, desto überzeugender.“
Die Realität: Niemand liest’s. Niemand versteht’s. Niemand konvertiert.
Was Kunden wirklich erwarten:
Sie kommen nicht, um alles über dein Unternehmen zu erfahren,
sondern um zu verstehen, ob du ihr Problem lösen kannst.
Sie suchen Orientierung, Sicherheit – und das Gefühl, dass sie bei dir richtig sind.
Drei Dinge sind entscheidend:
- Relevanz: Inhalte, die mein konkretes Problem treffen – nicht eure interne Struktur.
- Klarheit: Eine Botschaft, die in 30 Sekunden sitzt – nicht in 30 PDF-Seiten.
- Vertrauen: Belege, Referenzen und Beispiele, die zeigen, dass ihr’s wirklich könnt.
Die bittere Wahrheit:
Kunden interessieren sich nicht für euer „Wer wir sind“,
bis sie verstanden haben, warum das für sie relevant ist.
„Über uns“-Seiten sind keine Bühne für Selbstinszenierung,
sondern der Ort, an dem man beweist, dass Haltung, Kompetenz und Empathie zusammenpassen.
B2B-Content, der funktioniert, erzählt keine Geschichten über euch –
sondern darüber, wie ihr die Geschichten eurer Kunden verändert.












